Die Seminare


Grundlagen der Seminare:


Unsere Anti-Angst-Seminare basieren auf folgendem Prinzip: Allmähliche Konfrontation mit dem angstauslösenden Objekt unter fachkundiger Anleitung, so daß die objektive Harmlosigkeit dieser Situationen bzw. die Harmlosigkeit der Tiere erlernt werden kann.

Die Überschrift klingt ein wenig abstrakt; wie aus einem Lehrbuch für Verhaltenstherapie. Trotzdem wird beschrieben, um was es eigentlich geht: Der Patient lernt, daß auf Spinnenkontakt nicht zwangsläufig eine Angstattacke folgen muß. Diesen Lerneffekt kann man aber nicht ausschließlich durch Gespräche herbeiführen, sondern der Betroffene muß selbst spüren, daß die Gegenwart einer Spinne am Ende des Kurses keine körperliche Panik mehr auslöst. Was die meisten für fast unmöglich halten, gelingt bei fast allen Betroffenen: Spinnenkontakt ohne Herzklopfen, Schweiß und Zittern. Dabei ist unser Seminar keineswegs eine unsensible "Schocktherapie", sondern die Angst wird in kleinen Schritten abgebaut. Selbstverständlich gehört für alle Betroffenen ein wenig Mut dazu, sich der eigenen Angst zu stellen. Deswegen stehen wir gern telefonisch bereit, um alle Fragen vorab zu beantworten und die Schwellenangst abzubauen.

Konkret läuft das Seminar wie folgt ab:


Patient und Therapeut führen zunächst ein ausführliches Gespräch über die Ursachen und Umstände der angstauslösenden Situationen. Danach werden Bilder, Stofftiere und Plastikspinnen angesehen, damit die vermeintlich gefährlichen Spinnen in ihren Lebensgewohnheiten und in ihrer Schönheit (!) erkannt werden können.

Es folgen Annäherungen an Häutungshüllen, die von Spinnen abgelegt wurden. Hierbei können die Augen, Beine usw. der Spinne erkannt werden. Die Spinne wird als Tier wahrgenommen, genauso wie Hunde, Katzen etc. Der nächste Schritt ist die Konfrontation mit einer zahmen Vogelspinne, die durch ihre langsamen behäbigen Bewegungen als Individuum erkannt wird. Diese Spinnen (names Spinni, Wuschel, Cosima und Poldi) haben schon in diversen Filmen mitgespielt und Schauspielern wie Thomas Gottschalk, Margarete Schreinemakers und Jenny Elvers an Spinnen herangeführt.

Der entscheidende Schritt ist das Heranführen an eine kleine harmlose einheimische Spinne. Durch den Kontakt mit der Vogelspinne gestärkt, lernen die Patienten die kleinere Schwester der Vogelspinne zu akzeptieren. O-Ton einer Betroffenen nach dem Seminar: "Ich habe mit den Spinnen gespielt." Und: "Ich lebe noch! Durch die lockere Atmosphäre ging alles viel einfacher, als ich dachte." Es geht also, wenn die Atmosphäre beim Seminar stimmt. Ganz wichtig: Kein Schritt wird erzwungen. Der Patient bestimmt das Tempo der Annäherung.

Zeitrahmen:


In der Regel gestalten wir Halbtages-Einzelseminare. Der Zeitraum kann ohne Probleme auf einen vollen Tag gedehnt werden. Gruppenseminare sind nach Absprache möglich.